Monatswechsel Oktober November

Guatemala und Honduras

Nach dem August ( Costa Rica ) stand an diesem Wochenende nun meine nächste Auslandsreise an, wenn auch eine sehr kurze wegen meiner Arbeit. Ich habe meine honduranische Freundin in Tegucigalpa besucht.
Im Zusammenhang mit dieser Reise über Guatemala nach Honduras musste ich mich viel mit den bestehenden Gefahren wie Kriminalität, Überfällen, usw. beschäftigen. Die Informationen des Auswärtigen Amtes im Internet, die ich mir vor der Abreise durchgelesen habe, haben mich nachdenklich gemacht. Ich habe mich jedoch dazu entschieden, die Reise anzutreten.
Nach meiner Arbeit in meinem Projekt Manos Amigas, in dem ich Montags bis Freitags arbeite, sollte es dann am Freitag Abend nach Feierabend losgehen. Im Gespräch mit einem Taxifahrer wurde ich dann nochmals mit den Gefahren der Reise konfrontiert. Er teilte mir mit, dass die "Weißen", wie ich einer bin, sehr gefährlich in Guatemala wohnen, da man schnell für einen der dort unbeliebten US-Amerikaner gehalten wird. "Te van a matar" - sie werden dich umbringen. So krass hat der Taxifahrer es ausgedrückt. Doch meine Reise stand fest.
An diesem Freitagabend ging der Bus um 23:45 (dt.: 6.45) von Tuxtla Gutiérrez nach Tapachula, nahe des pazifischen Ozeans und der mex.-guatemalischen Grenze. Dort gegen 6:00 (dt. 13:00) des Samstagmorgen angekommen, habe ich das nächste Busticket gekauft: Guatemala-City. Abfahrt um 7:00.

Aber erst einmal musste gefrühstückt werden. Aus dem Busterminal herausgekommen, musste ich nicht lang suchen und fand direkt ein Restaurant.


2 Länder Frühstück
warme Quesadillas (mexikanisch)
Toast mit Marmelade (us-amerik. bzw. europäisch)


Tapachula am frühen Samstagmorgen (5:49 Uhr)


Tapachula am frühen Samstagmorgen

Gefrühstückt, und wieder zurück zum Busterminal, denn um 7 Uhr geht's weiter nach Guatemala-City.
Tapachula ist sehr nahe an der mexikanisch-guatemalischen Grenze und so wurden kurze Zeit nach Abfahrt in Tapachula alle Personen an der Grenze aus dem Bus gebeten. Direkt an der Tür wurde man von den Leuten belästigt: Alle fragten einem, ob man "cambio" wollte. Ob man seine mex. Pesos in die guatemalischen Quetzales wechseln wollte. Man wurde nicht gefragt sondern wirklich ziemlich belästigt. Reisepass vorzeigen, Geld wechseln und dann gings nach ca. einer halben Stunde Aufenthalt an der Grenze endlich weiter.
In Guatemalas Hauptstadt kam ich gegen 12:00 am Mittag an. Ich muss sagen, dass Guatemalas Hauptstadt nicht wirklich schön ist. Wie in vielen anderen lateinamerikansichen Hauptstädten wie San Jose (Costa Rica) und Mexiko-City, wo ich bereits öfters war, bestimmen Verkehr, viel Gehupe und Autos, Dreck auf der Straße, Smog, ... das Stadtbild!


Guatemala-Stadt

Mit einem Taxi-Fahrer in Guatemala-City habe ich mich viel unterhalten. Unter anderem über die Beziehungen zwischen den lateinamerikanischen Ländern. Interessant, aber nicht schön zu hören für mich war, dass die Beziehung zwischen Guatemala und Mexiko nicht wirklich gut ist. Die Guatemaler werden an der Grenze zu Mexiko bei Einreise ins Land nicht gut behandelt wie ich gehör habe. Auch zwischen Costa Rica und Mexiko besteht keine gute Beziehung, wie ich in der Vergangenheit bereits gehört habe.
Und über viele andere interessante Dinge habe ich mich mit dem guatemalischen Taxista unterhalten, u.a. über die Liebesbeziehungen zwischen US-Amerikanern und Latinoamerikanerinnen...


Eine Familie in Guatemala-Stadt
Am Samstag kennengelernt

Später dann habe ich dann das dritte Busticket gekauft. Ab in die honduranische Hauptstadt, wo ich bereits von meiner honduranischen Freundin erwartet wurde. Die Fahrt ging über San Salvador, das südlich an Guatemala grenzt.

Eben gerade habe ich bei gmx die folgende Nachricht gelesen:

"Hurrikan "Ida" fordert über 120 Opfer" (in El Salvador)
Zum Bericht

Eine solche Nachricht berührt einen schon deutlich mehr, wenn man weiß, dass man bereits dort war!
Kriminalität, Überfälle, Hurrikans, ... - hier in Mittelamerika lebt man schon deutlich gefährlicher als in unserem Westeuropa!


Grenze Guatemala und El Salvador


El Salvador


Straßenszene in El Salvador


El Salvador


Straßenszene in El Salvador


El Salvador


El Salvador


Straßenszene El Salvador

Dann wartete die dritte Grenze auf mich: El Salvador - Honduras.
Im Bus haben sich die Grenzbeamten von El Salvador und Honduras die Reisepässe angeguckt und sich mir vorgestellt: "yo El Salvador, el Honduras", so ungefähr hieß es, bevor dann das Schwätzchen zwischen mir und den Beamten begann. Was mach ich in Mexiko, wieso reiße ich nun nach Honduras... Sehr nett waren die zwei.
Am Ende gaben wir uns noch eben die Hand ("mucho gusto" - "sehr erfreut", sagte ich) und dann ging es weiter in Richtung Honduras Hauptstadt Tegucigalpa.


Angekommen: Tegucigalpa
etwas nass war es hehe


Karte ( groß )

Vom Busterminal habe ich meine Freundin kontaktiert, die mich dann dort abgeholt hat.
Wir wussten, dass wir nicht viel Zeit miteinander haben würden. Der Montag war aufgrund eines Feiertages noch frei, aber am Dienstag musste dann schon wieder in Tuxtla gearbeitet werden. Meine Kinder in Manos Amigas warteten auf meine Aktivitäten :)

Die kurze Zeit musste gut genutzt werden:
Kleiner Ausflug in einen kleinen Ort nahe Tegucigalpa.


Örtchen nahe Tegucigalpa


Örtchen nahe Tegucigalpa


Örtchen nahe Tegucigalpa


Örtchen nahe Tegucigalpa


Örtchen nahe Tegucigalpa

Von Tegucigalpa selber habe ich ein einziges Bild und das ist das Folgende. Meine Freundin sagte, es sei zu gefährlich, die Kamera auszupacken.


Eine Kirche im Zentrum Tegucigalpas

Und dann musste man sich schon wieder voneinander verabschieden. Wie so oft! :((

Viele viele Stunden Busfahrt warteten zurück nach Tuxtla Gutiérrez: Die Reise ging über San Pedro Sula (Nordhonduras), Copan (Westhonduras) und wieder Guatemala-City sowie Tapachula.


Armin van Buuren hilft mir,
die Stunden gut zu überstehen ;)

Ich habe das Busticket für die Rückfahrt kurz vor Abfahrt gekauft. Es waren nur noch Tickets für die erste Klasse des Busses da.
Rießen Sitze, Beinablage, alle paar Stunden zu Essen und zu Trinken an den Sitz, usw.

Ticabus - mit dieser Busgesellschaft habe ich einen großen Teil der Reise gemacht. Diese Gesellschaft bietet Reisen von Tapachula (Südmexiko) bis herunter nach Panama-City - alles mit dem Bus!


Auf dem Bus verewigt
Die Ziele von TICABUS

An der Grenze zu Mexiko bekam ich dann wieder so ein Heimatgefühl - als ich wieder in Mexiko war, fühlte ich mich wieder "zu Hause" - in meinem Mexiko :)
Es war eine sehr schöne Reise!!!
Mit insgesamt 4 verschiedenen Währungen im Portmonee kam ich in meinem Haus in Tuxtla an: Quetzales (Guatemala), Lempira (Honduras), Dollar (El Salvador) und meine Pesos (Mexiko). Tja, hier muss im Gegensatz zu Europa ständig gewechselt werden. Da merkt man mal, wie gut die Einführung des Euros in Europa war.
Mein Reisepass ist bunt mit Stempeln - 5 Landesgrenzen habe ich innerhalb weniger Tagen überschritten.

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