Erfahrung in meinem neuen Projekt

Erfahrung in Manos Amigas

Seit dem 17. September arbeite ich nun in meinem Projekt "Manos Amigas" in Tuxtla Gutiérrez - Zeit, um die ersten Erfahrungen preiszugeben.
Ich arbeite Montags bis Freitags von 14.00 bis 20.00 im Projekt. Meine Aufgaben dort sind zu schauen, ob die Kinder ordnungsgemäß ihre Wäsche waschen, bei den Hausaufgaben helfen und vor allem Aktvitäten für die Kinder zu unternehmen, um ihnen einen schönen und spaßigen Nachmittag zu bereiten. Die Kinder haben einen genauen auf Plänen festgehaltenen Tagesablauf, was sie wann tun: Wann die Wäsche dran ist, wann das Saubermachen des Platzes dran ist, wann die Bücher für die Hausaufgaben aufgeschlagen werden müssen, Abendessen, usw.
Mit Kindern zu arbeiten, das habe ich ja bereits in Toluca getan, als ich dort als Englischlehrer in einer mex. Schule tätig war.
Meine Kinder in Manos Amigas sind relativ offen - sehr schnell kommt man miteinander in Kontakt. Es ist schon ziemlich wichtig, dass man zu den Kindern ein gutes Verhältnis aufbaut, damit man mit ihnen gut arbeiten kann.
In meiner Arbeit stecken viele Dinge drin, auf die man achten muss bzw. mit denen man sich auseinander setzen muss.
Unter anderem jede Menge Pädagogik, wie ich es bereits an vielen Beispielen feststellen konnte. Gibt man den Kindern mal im Park, wo ich mit ihnen ab und zu bin, ein paar kleine Getränke aus, muss man drauf achten, dass man dies nicht zu oft macht, damit sie sich an diesen "Luxus" nicht gewöhnen, denn sonst kann es passieren, dass sie nur noch mit in den Park gehen, wenn es irgendetwas gibt. Genauso ist es bei den Spielen, wenn man als Belohnung ein paar Süßigkeiten gibt.
Im Projekt geht es untereinander manchmal sehr rustikal zu. Ausdrücke wie "verga" (Schwanz), "puto" (Schwuler), ... sind absolut an der Tagesordnung. Streiten und Treten kommen manchmal hinzu. In diesen Fällen muss man gucken, dass man schnell vor Ort ist.
Bezüglich der schulischen Fähigkeiten unterscheiden sich die Kinder teilweise relativ stark. So gibt es Kinder, die ziemlich schnell im Kopfrechnen sind, aber auch andere, speziell einer, der sogar bei 2 + 1 entweder zu erst ein falsches Ergebnis nennt oder fürs Richtige sehr lange braucht. Da muss man natürlich dann Geduld haben, auch wenn die zu erledigenden Hausaufgaben nicht gerade kurz sind.
Siijuve, die mex. Organisation für die Freiwilligen guckt einem im Zusammenhang mit der Direktorin des Projektes schon relativ genau auf die Finger: Hat man genug Aktivitäten, sind die Kinder beschäftigt, haben sie Freude an den Spielen, usw. Jeden Freitag muss ich einen Plan mit den Aktivitäten für die nächste Woche vorstellen. So habe ich zu Hause meine Hausaufgaben zu machen, d.h. im Kopf oder auch mal im Internet Aktivitäten heraussuchen. Ab und zu müssen dann Dinge besorgt werden: Kochlöffel oder Tücher von meiner mex. Mutter, usw.


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