Der Weg nach Mexiko
Der Weg nach Mexiko
29.06.2007 - Kreiswehrersatzamt Siegen: "Herr Linke, möchten Sie Wehrdienst leisten?" - direkt nach der Aufnahme der Personalien kam die Frau hinter dem Schreibtisch zur Sache. Von der Unentschlossenheit, die mich in manchen Alltagssituationen auszeichnet, war hier keine Spur - "Nein, ich möchte gerne den Kriegsdienst verweigern", und so kehrte ich der Bundeswehr den Rücken. Bundeswehr, das war einfach nicht das, was ich mir für die Zukunft vorgestellt habe. Hörtest, Urintest und co. folgten und am Ende stand "T2" auf dem Papier. Mehr von Bedeutung als T1 oder T2 waren dann die Informationen über das Thema 'Antrag auf Kriegsdienstverweigerung'. Gut informiert habe ich das Schreiben aufgesetzt, welches Mitte Juli im Briefkasten der Zuständigen lag, und 5 Wochen später dann der Bescheid - ich bin anerkannter Kriegsdienstverweigerer.
ich dann Kontakt aufgenommen habe und der mir bekannt gegeben hatte, meine Chancen für eine Zusage für Januar '09 ständen gerade auch wegen der unbeliebteren Winterausreise sehr gut.
Punkt 2 - das Bundesamt für den Zivildienst - legte mir auch keine Steine in den Weg und so wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Die Bewerbung für den ICJA wurde wie auch die Bewerbung für einen Job abgeschickt. Erstwunschland Mexiko, Zweitwunschland Costa Rica, Drittwunschland Honduras.
Abend vor der Klotze eine Idee: Ein halbes Jahr warten - gefüllt durch Erholen vom Abitur :) einerseits und Arbeiten, um die Zeit sinnvoll zu nutzen, andererseits - und bewerben für Ausreise im Januar 2009. Da gibt es nämlich den ICJA Freiwilligenaustausch e.V., zu denen
Und: einer Spannungsphase - denn in der dritten Novemberwoche klingelte das Telefon: Der ICJA informierte die Honduras-Freiwilligen über ihre Entscheidung, dass Honduras aufgrund der hohen Kriminalität gestrichen wird. Nun also Zivildienst in Deutschland? Nein, die Honduras-Freiwilligen werden in anderen Einsatzländern tätig sein. Und meins lautet: Mexiko.
Mitte Oktober 2008: Nach diversen Besorgungen hinsichtlich der Bewerbung sowie 14 Wochen Arbeiten in der Industrie kam die Entscheidung: Im Januar geht's für ein Jahr nach Honduras - diese Tatsache musste erst einmal realisiert werden. Impfungen, Reisepass, Flug buchen, etc. - die nächsten Wochen waren gefüllt von Planungen.
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